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Bestandteil
der Tracht von Frauen und Mädchen
In der Regel werden die Kopfschmuckringe
paarweise beim Schädel gefunden. Früher bezeichnete man sie
auch als 'Schläfenringe'. Die Ringe aus
Silber- oder Bronzedraht, gelegentlich auch aus massivem Eisen
gehörten
zur weiblichen Trachtausstattung.
Meist sind die Ringe mit einem federnden Verschluss,
häufig mit aufgebogener S-Schleife versehen; gelegentlich zeigen sie auch offene Enden.
Verhältnismäßig selten sind als Verzierung
aufgeschobene Glasperlen oder Hohlperlen bzw. Hülsen aus Silberblech.
Gelegentlich waren noch anhaftende Textilreste
oder Lederstreifen nachweisbar. Dies deutet
darauf hin, dass viele dieser Kopfschmuckringe wohl an
einem Band oder einer Haube getragen wurden, welche am Kopf oder an den Haaren
befestigt war.
Bild 2
Slawische Schläfenringe aus dem
Grabhügel von Leubingen,
heute Lkr. Sömmerda, im Thüringischen Becken
[(4), S. 189 ]
4
5
Trageweise der Kopfschmuckringe
Übersicht von 'Schläfenringen'
[nach Ralph Pöllath]
aus Eisen oben), Silber und Bronze
in Vitrine 25
Literatur
(1) Ausgrabungen und Funde 24, 2003/2004 (=
Lit. 3)
(2)
Leinthaler Beate, Der karolingisch-ottonische Ortsfriedhof
von Alladorf, Die Grabungskampagne 1984 (=
Lit. 16)
(3)
Pöllath Ralph,
Karolingerzeitliche Gräberfelder in Nordost-
bayern, 4 Bände (=
Lit. 18)
(4) Dusek Sigrid, Ur- und Frühgeschichte
Thüringens,
Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1999 (=
Lit. 5)
=> Weitere Informationen
=> Kopfschmuckringe
[Vikingnet]
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Alladorf Grab 199:
Schädel mit Perlen und Schläfenringen
Bild 1
Glasperlen
Schläfenring
=> Verteilung
und Anzahl der Schläfenringe
im Friedhof von Alladorf (gerastert)
[(2), S. 53, Abb.
21]
Bild 3
Kleine slawische Schläfenringe aus Silber
aus dem Friedhof von Espenfeld bei Erfurt
[(4), S. 189
]
Bild 6
Rekonstruktion eines Stirnbandes
bzw. einer Haube
von Wirbenz, Gde. Speichersdorf,
Lkr. BT mit zwei Schläfenringen und Glasperlen verziert
[(1) S. 22 Tafel 10]
=> Zur
Typologie der SR
=> 'Slawische' Schläfenringe
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