Reiche Funde von Weismain

Reihengräberfeld aus dem Frühen Mittelalter 
(8. bis 9. Jahrhundert nach Christi Geburt)

 

 

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An der rechten Schädelseite ist andeutungsweise ein Schläfenring zu sehen (einer von einem Paar).    Abb. 5

       Frauengrab 147
      
Ein Skelett wie aus dem Lehrbuch!

 

       Der Feurstahl befand sich zusammen mit einigen Schlagsteinen (Silex oder Schwefelkies) und Zunder-  schwamm in einem kleinen Beutel, der wohl am Gürtel getragen wurde. Abb. 8

             Feuerzeug aus Grab 20: 
             Feuerstahl mit Schlagsteinen

 

 

     Beim Erweitern der Baugrube wurde Grab 20 zur Hälfte zerstört. Deshalb fehlt auch der Knauf dieser Spatha.        In das Eisen der Parierstange wurden Messingdrähte eingehämmert (Tauschierung).     Abb. 10

Parierstange des Schwertes aus Grab 20
Zustand in München nach der Konservierung

 

    Beim Erweitern der Baugrube wurde Grab 20 zur Hälfte zerstört. Deshalb fehlt auch der Knauf dieser Spatha.        In das Eisen der Parierstange wurden Messingdrähte eingehämmert (Tauschierung).   Abb. 11

Parierstange des Schwertes aus Grab 20 
mit Tauschierung. Zeichnung in Ausgrabungen in Deutschland 1976 Teil II, S. 345, Abb. 6 (= Lit. 12)  

Literatur
(1) B.-U. Abels: Archäologischer Führer Oberfranken
     (=
Lit. 2, S. 191)
(2) Schwarz Klaus, Frühmittelalterlicher Landesausbau (=
Lit. 19)
(3) Pöllath Ralph, Karolingerzeitliche Gräberfelder in Nordost-
     bayern, 4 Bände (=
Lit. 18)
(4) Das Archäologische Jahr in Bayern 2001

                 Goldener Bommelanhänger aus dem gestörten Grab 2 von Weismain. Die Aufhängung fehlt. Länge 3,1 cm.   Abb. 1                Abb. 2

Goldener Bommelanhänger            Goldene Bommelohrringe (7./8. Jhdt.)
von Ohrring aus Grab 2 von               aus Grab 292 von Ergolding, Lkr. Landshut
Weismain. Länge: 3,1 cm.                  Länge ohne Ring: 2,4 cm [(4),112, Abb.116]
(um/nach 700)

 3              4
Parallelen zum Bommelanhänger aus Gold         Ohrringe von Aholming,
[Großgartach, Lkr. Heilbronn - Gammertingen,         Lkr. Deggendorf
Lkr. Sigmaringen - Wiesloch, Lkr. Heidelberg und Weismain, Lkr. Lichtenfels]
Ausgrabungen in Deutschland 1976 Teil II, S. 353, Abb. 13 (= Lit. 12
 

Das punzverzierte Armband aus Bronzeblech wurde am linken Unterarm gefunden; Dm.: 67-71 mm   6 Das punzverzierte Armband aus Bronzeblech wurde am linken Unterarm gefunden; Dm.: 67-71 mm7

Punzverzierter Armreif aus Grab 57            Zeichnung von R. Pöllath 
                                                                       [(3), Tafel 72, Grab 72, 9]

 

Der äußere Halsring aus gedrehtem (tordiertem) Silberband hat einen Durchmesser von 16,9 cm.    Abb. 9

Silberne Halsringe aus Grab 47 
des Friedhofes von Weismain (seinerzeit in München)
=> jetziger Zustand in Vitrine 25: auf Plexiglas geklebt  

 

   12          Abb. 13

        Schwert aus Grab 20               Fränkischer Edler mit Schwert (8. Jh.)
        
mit tauschierter Parierstange       Fresko in der Apsis der St. Benedikt-Kirche
        
und ergänztem Knauf                 von Mals/Malles Venosta (Südtirol):
                                                          Weltlicher Stifter [Bild: Wiki Common]

Der ursprüngliche Knauf war bei der Erweiterung der Baugrube verloren gegangen.
Prof. E. Szameit, Uni Wien, verweist auf eine ähnliche frühkarolingerzeitliche Spatha von ORLIC´ bei Knin, Kroatien. Dieses Schwert hat einen verzierten, abgestumpft pyramidalen Knauf und die Reste einer mit der Weismainer Spatha vergleichbaren Zierplattierung.
    
=> Die Kirche St. Benedikt in Mals
  
     [Deutung des Bildes als weltlicher Stifter]

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      nach oben        [home]          Abb. 1, 5, 6, 9, 10, 12: D. Sch.          Dieter Schmudlach (D. Sch.): 8.03.2003/15.03.2010